Fest Darstellung des Herrn - Mariä Lichtmess

Am Sonntag, 2. Februar 2020, dem Fest Darstellung des Herrn, feiert unser Erzbischof Reinhard Kardinal Marx um 17.30 Uhr eine feierliche Bischofsmesse mit Kerzenweihe und Lichterprozession.

Der heilige Papst Johannes Paul II. rief 1997 das Fest „Darstellung des Herrn“ zum Tag des Gott geweihten Lebens aus. Damit wollte er Gott für die Ordensberufungen danken und zugleich die Kenntnis und Wertschätzung des geweihten Lebens innerhalb der Kirche fördern. Dieses Anliegen wird auch im Münchner Dom bedacht. Ebenso wird des 12. Jahrestags der Amtseinführung von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx gedacht. Sie sind herzlich zur Mitfeier dieses Gottesdiensts eingeladen.

Das Fest "Darstellung des Herrn" wird vierzig Tage nach Weihnachten gefeiert. Der früher gebräuchliche Name Mariä "Purificatio", übersetzt "Reinigung", erinnert an die alttestamentliche Vorschrift, dass Frauen sich 40 Tage nach der Geburt eines Kindes einer kultischen Reinigung unterziehen mussten.

Als Reinigungsopfer brachten sie ein einjähriges Lamm sowie eine Felsen- oder eine Turteltaube dar. Für Arme genügten zwei Felsen- oder zwei Turteltauben. Von diesem Armenrecht machte auch Maria Gebrauch. Zu ihrer "Reinigung" pilgerte sie in den Tempel nach Jerusalem.

Da Jesus der Erstgeborene war, galt er als Eigentum Gottes und musste von den Eltern ausgelöst werden. Er wurde daher zum Priester gebracht und vor Gott "dargestellt". Dabei begegneten Maria und Josef dem betagten Simeon und der Prophetin Hanna, die erkannten, dass Jesus kein gewöhnliches Kind ist und ihn als den Erlöser Israels priesen.

Das Loblied des Simeon wird in der Komplet, dem letzten Teil des kirchlichen Stundengebetes, gebetet: „Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ Lukas 2,29-32

Der noch heute in unserem Kulturkreis gebräuchliche Name Maria Lichtmess (-messe) erklärt sich daraus, dass die Kerzen für das kommende Jahr geweiht werden. Das Licht symbolisiert Christus. Die mit nach Hause genommene Kerze wurde beim Gebet wie auch bei Unwettern angezündet.