Dompropst i. R. Weihbischof em. Engelbert Siebler verstorben

Nach schwerer Krankheit ist unser Dompropst i. R. Weihbischof em. Engelbert Siebler in der Nacht von Donnerstag 11. Oktober 2018 im Alter von 81 Jahren verstorben. Das Metropolitankapitel und die Dompfarrei gedenken seiner mit großer Dankbarkeit im Gebet.

Weihbischof Siebler, den Gläubigen in der Erzdiözese München und Freising als unermüdlicher Seelsorger vertraut, war von 1986 bis 2012 Bischofsvikar für die Seelsorgsregion München.
 
In seinen 26 Jahren als Weihbischof hat Siebler bei 1.472 Gottesdiensten 68.192 Gläubigen das Sakrament der Firmung gespendet. Darüber hinaus prägte er das öffentliche Glaubensleben in der Landeshauptstadt – etwa durch die Wiederbelebung der Karfreitagsprozession als „Kreuzweg der Völker“ oder durch das von ihm initiierte jährliche ökumenische Friedensgebet in der Münchner Franziskanerkirche St. Anna. In seiner Zeit als Weihbischof feierte er regelmäßig den Heiligen Abend mit Obdachlosen im Münchner Hofbräuhaus.
 
Im Jahr 1937 in München geboren, wurde Engelbert Siebler nach dem Studium der Theologie und Germanistik an der Universität München 1963 von Weihbischof Johannes Neuhäusler zum Priester geweiht. Von 1966 bis 1985 war er am Erzbischöflichen Studienseminar St. Michael in Traunstein tätig, zunächst als Präfekt, seit 1976 als Direktor.
 
1985 berief ihn Kardinal Friedrich Wetter als Schulreferent in das Erzbischöfliche Ordinariat München, bevor er 1986 von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Tela und zum Weihbischof ernannt wurde. Mit seiner Bischofsweihe durch Kardinal Wetter am 20. April 1986 wurde er Bischofsvikar für die Seelsorgsregion München der Erzdiözese. Auch auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz bekleidete Siebler wichtige Aufgaben. So leitete er von 2001 bis 2006 die Kommission Schule und Bildung. Siebler war Dompropst des Münchner Metropolitankapitels und Präsident des Bayerischen Pilgerbüros. Für sein vielfältiges Engagement wurden ihm das Bundesverdienstkreuz und der Bayerische Verdienstorden verliehen.  Am 31. Juli 2012 nahm Papst Benedikt XVI. das altersbedingte Rücktrittsgesuch Sieblers an.
 
Der Sohn eines Bauern aus Jarzt bei Freising stellte sein Wirken als Weihbischof unter ein Wort Jesu aus dem Lukas-Evangelium: „Manum ad aratrum – Die Hand an den Pflug legen“.

Der Leichnam des Verstorbenen wird am Donnerstag, 18. Oktober 2018 um 16:30 Uhr am Hauptportal des Münchner Doms empfangen. Anschließend Sterberosenkranz und Aufbahrung in der Sakramentskapelle.

Die Gläubigen haben die Gelegenheit, in der Sakramentskapelle in stillem Gedenken von Weihbischof Siebler Abschied zu nehmen; ein Kondolenzbuch liegt dort auf. Der Dom wird am Donnerstag bereits um 20:00 Uhr geschlossen und am Freitag erst um 8:00 Uhr geöffnet werden.

Am Freitag, 19. Oktober 2018 wird um 9:00 Uhr ein stilles Requiem in der Krypta gefeiert, um 12:00 Uhr der Angelus mit Totengedenken. Um 16:30 Uhr wird dann die Sakramentskapelle geschlossen und der Sarg mit dem Leichnam von Weihbischof Siebler vor die Altarstufen gebracht. Um 17:30 Uhr hält Domdekan Prälat Dr. Lorenz Wolf die Totenvesper, anschließend wird der Sarg zum Hauptportal geleitet und verabschiedet.

Requiem und Begräbnis finden dann am Samstag, 20. Oktober 2018 um 10:00 Uhr in Freising (Dom und Kreuzgang) statt. Erzbischof Reinhard Kardinal Marx wird der Hauptzelebrant sein.

Dompropst i. R. Weihbischof em. Engelbert Siebler möge in Frieden ruhen!